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Bewerbung & Zeugnis

Praktikumsvertrag Vorlage kostenlos ausfüllen – Muster als PDF

Erstelle deinen Praktikumsvertrag in wenigen Minuten – kostenlos, fair formuliert und sofort als PDF oder Word zum Ausdrucken. Alle wichtigen Punkte zu Dauer, Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub und Verschwiegenheit sind bereits enthalten, inklusive der Mindestlohn-Regeln nach dem MiLoG.

Zuletzt geprüft: · ca. 880 Suchanfragen/Monat

Praktikumsvertrag Vorlage kostenlos ausfüllen – das Wichtigste in Kürze

Ein Praktikumsvertrag regelt die Rechte und Pflichten von Betrieb und Praktikant:in während eines Praktikums. Entscheidend ist zunächst die Art: Beim Pflichtpraktikum ist das Praktikum durch die Schul-, Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben; beim freiwilligen Praktikum absolviert man es aus eigenem Antrieb. Diese Unterscheidung wirkt sich direkt auf Vergütung und Mindestlohn aus. Rechtlich gelten Praktikant:innen, die berufliche Kenntnisse und Erfahrungen erwerben, ohne Auszubildende zu sein, als „andere Vertragsverhältnisse“ nach § 26 BBiG; dadurch gelten unter anderem die Regeln zur schriftlichen Vertragsniederschrift (§ 11 BBiG).

Beim Mindestlohn ist § 22 MiLoG die zentrale Norm: Ein Pflichtpraktikum sowie ein Orientierungspraktikum oder ein studienbegleitendes Praktikum von jeweils bis zu drei Monaten sind vom Mindestlohn ausgenommen. Bei einem freiwilligen Praktikum von mehr als drei Monaten besteht dagegen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn – seit dem 1. Januar 2026 sind das 13,90 € brutto je Stunde (2027: 14,60 €). Wird die Drei-Monats-Grenze überschritten, gilt der Mindestlohn nach überwiegender Auffassung ab dem ersten Tag des Praktikums.

Neben der Vergütung gehören in einen guten Praktikumsvertrag die Dauer (Beginn, Ende, ggf. Probezeit), die konkrete Tätigkeit und der Einsatzbereich, die wöchentliche Arbeitszeit, der Urlaubsanspruch sowie eine Verschwiegenheitsklausel. Praktikant:innen, die als Arbeitnehmer:innen oder über § 26 BBiG erfasst sind, haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (bei einer Fünf-Tage-Woche 20 Werktage im Jahr, § 3 BUrlG), anteilig für die Praktikumsdauer (§ 5 BUrlG). Für Minderjährige sind zusätzlich das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter zu beachten.

Diese kostenlose praktikumsvertrag vorlage enthält bereits alle §-Abschnitte in fairer, ausgewogener Formulierung. Du trägst die Parteien, die Art des Praktikums, Zeitraum, Arbeitszeit, Vergütung und Urlaub ein und lädst den fertigen Vertrag als Word oder PDF herunter. Anschließend zweifach ausdrucken und von beiden Seiten unterschreiben lassen – bei Minderjährigen unterschreibt zusätzlich die gesetzliche Vertretung. So habt ihr eine klare, nachweisbare Grundlage für das Praktikum.

Zahlen & Fakten · Bewerbung & Zeugnis

13,90 €
gesetzlicher Mindestlohn je Stunde seit 1. Januar 2026 – er gilt auch für freiwillige Praktika von mehr als drei Monaten (§ 22 MiLoG).
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) (2026)
2.871.600
Studierende waren im Wintersemester 2024/25 eingeschrieben – viele absolvieren im Studienverlauf ein Pflicht- oder freiwilliges Praktikum mit Vertrag.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) (2024)

In 4 Schritten zur fertigen Vorlage

  1. 01

    Parteien eintragen

    Erfasse Name und Anschrift von Praktikumsbetrieb und Praktikant:in; bei Minderjährigen zusätzlich die gesetzliche Vertretung.

  2. 02

    Art & Dauer festlegen

    Wähle Pflicht- oder freiwilliges Praktikum, trage Beginn und Ende ein und lege eine mögliche Probezeit fest – wichtig für die Mindestlohnpflicht.

  3. 03

    Arbeitszeit, Vergütung & Urlaub eingeben

    Ergänze Wochenstunden, die Vergütung (bei freiwilligem Praktikum über 3 Monaten gilt der Mindestlohn) und die Urlaubstage.

  4. 04

    Als PDF oder Word herunterladen

    Lade den Vertrag herunter, drucke ihn zweifach aus und lass beide Seiten unterschreiben – je ein Exemplar für Betrieb und Praktikant:in.

Praktikumsvertrag Vorlage zum kostenlosen Ausfüllen und Ausdrucken als PDF und Word – Muster für Pflicht- und freiwilliges Praktikum mit Vergütung, Urlaub und MiLoG
Praktikumsvertrag Vorlage zum kostenlosen Ausfüllen und Ausdrucken als PDF und Word – Muster für Pflicht- und freiwilliges Praktikum mit Vergütung, Urlaub und MiLoG

Häufige Fragen

Muss im Praktikum der Mindestlohn gezahlt werden?

Es kommt auf die Art an (§ 22 MiLoG): Pflichtpraktika sowie Orientierungs- und studienbegleitende Praktika von bis zu drei Monaten sind vom Mindestlohn ausgenommen. Ein freiwilliges Praktikum von mehr als drei Monaten muss dagegen mit dem gesetzlichen Mindestlohn vergütet werden – seit 1.1.2026 sind das 13,90 € pro Stunde.

Was ist der Unterschied zwischen Pflicht- und freiwilligem Praktikum?

Ein Pflichtpraktikum ist durch die Schul-, Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben. Ein freiwilliges Praktikum absolviert man aus eigenem Antrieb. Der Unterschied entscheidet vor allem über die Mindestlohnpflicht und häufig über die Vergütung.

Muss ein Praktikumsvertrag schriftlich sein?

Die wesentlichen Vertragsbedingungen sollten unbedingt schriftlich festgehalten werden. Über § 26 BBiG gelten für Praktikant:innen die Regeln zur Vertragsniederschrift (§ 11 BBiG); zudem verlangt das Nachweisgesetz die schriftliche Dokumentation der wesentlichen Bedingungen. Ein schriftlicher Vertrag schützt beide Seiten.

Haben Praktikant:innen Anspruch auf Urlaub?

Ja, soweit sie als Arbeitnehmer:innen gelten oder über § 26 BBiG erfasst sind: Es gilt der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (bei Fünf-Tage-Woche 20 Werktage im Jahr, § 3 BUrlG), anteilig für die Dauer des Praktikums (§ 5 BUrlG). Für jeden vollen Monat entsteht rund ein Zwölftel des Jahresurlaubs.

Wie lange darf ein Praktikum dauern?

Rechtlich gibt es keine feste Obergrenze, aber die Drei-Monats-Grenze des § 22 MiLoG ist entscheidend: Ein freiwilliges Praktikum über drei Monate löst die volle Mindestlohnpflicht aus. Pflichtpraktika richten sich nach der jeweiligen Studien- oder Prüfungsordnung.

Kann ein Praktikum gekündigt werden?

Ja. Während einer vereinbarten Probezeit kann das Praktikum meist kurzfristig und ohne Grund beendet werden. Danach gelten die vertraglich vereinbarten bzw. die gesetzlichen Kündigungsfristen; die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiden Seiten stets möglich.