Geburtsplan Vorlage – das Wichtigste in Kürze
Ein Geburtsplan ist ein kurzes Dokument, in dem du deine Wünsche und Vorstellungen für die Geburt notierst und dem Geburtsteam – Hebammen, Ärztinnen und Ärzten – mitteilst. Er ist ausdrücklich eine Wunschliste, kein verbindlicher oder starrer Plan: Der Verlauf einer Geburt lässt sich nicht vollständig vorhersehen, und die Gesundheit von Mutter und Kind hat immer Vorrang. Genau deshalb ist der Plan wertvoll – er macht deine Präferenzen sichtbar und erleichtert Entscheidungen, wenn es schnell gehen muss.
Sinnvolle Themen sind die Eröffnungsphase (Bewegungsfreiheit, Wehenförderung durch Wehentropfen, Herztonüberwachung per CTG), die Geburtsposition (aufrecht, Gebärhocker, Wassergeburt) und die Schmerzlinderung: von natürlichen Methoden wie Bewegung, warmem Bad, Massage und Atemtechniken bis zur PDA (Periduralanästhesie). Halte fest, ob du eine PDA von vornherein wünschst oder ob sie dir nur auf ausdrückliche Nachfrage angeboten werden soll.
Auch medizinische Eingriffe gehören hinein: Viele Gebärende wünschen sich, einen Dammschnitt (Episiotomie) möglichst zu vermeiden und stattdessen den Dammschutz zu bevorzugen. Wichtig ist ein Abschnitt für den Fall, dass es anders kommt als geplant – etwa bei einem ungeplanten oder Not-Kaiserschnitt. Notiere hier, was dir wichtig bleibt: dass deine Begleitperson dabei ist, dass dir das Vorgehen erklärt wird oder dass Bonding möglichst auch im OP ermöglicht wird.
Für die Zeit nach der Geburt kannst du dir ununterbrochenen Haut-zu-Haut-Kontakt (Bonding), spätes Abnabeln (die Nabelschnur auspulsieren lassen) und frühes Stillen wünschen. Besprich den Geburtsplan am besten vorab mit deiner Hebamme und bring ihn zum Geburtstermin mit in die Klinik oder das Geburtshaus. Formuliere kurz, positiv und in Prioritäten – so bleibt er im Kreißsaal auf einen Blick erfassbar.